Gruppe vor einem Transparent der Roten Falken beim Fackelzug der SJ

Fackelzug

Rassismus bedeutet, andere Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Hautfarbe abzuwerten. Menschen mit Migrationsgeschichte und vor allem Frauen mit Kopftuch sind von Diskriminierung am Arbeitsmarkt, in der Schule und im Alltag besonders betroffen. Rassismus, Sexismus und Homophobie sind miteinander verknüpft. Wir kämpfen gemeinsam mit allen von Rassismus betroffenen Menschen gegen jede Form der Unterdrückung!

Wer schützt die freien Frauen?

In der Öffentlichkeit diskutieren viele über das Kopftuch - es gibt keine im Parlament vertretene Partei, die sich noch nicht geäußert hat. Bezeichnend ist hier, wie sich die FPÖ im Wien-Wahlkampf geäußert hat ("Wir schützen freie Frauen - Die SPÖ den Kopftuchzwang"). Migrantische Frauen werden zum einen rassistisch diskriminiert und zum anderen wird über sie nur als "Opfer von angeblich rückständigen Kulturen und Religionen" und nicht als handelnde Menschen gesprochen.

So zu tun als wäre die Unterdrückung von Frauen ein Migrationsproblem, ist aber offensichtlich Schwachsinn. Denn niemand anderer als die "freien" (österreichischen) Frauen verdienen durchschnittlich ein Drittel weniger als Männer, werden häufig Opfer von häuslicher Gewalt und erlangen niemals eine Spitzenposition.

Migrantinnen werden im Kapitalismus auf zwei Ebenen ausgebeutet: als Menschen mit Migrationshintergrund und als Frauen. Denn wenn Frauen in Österreich erwerbstätig sind, dann oft nicht deshalb, weil sie so gut mit Karriere und Familie jonglieren können, sondern weil sie die Hausarbeit, Kindererziehung und Pflege von Angehörigen an Migrantinnen auslagern.

Menschen, die nach Österreich kommen, sind oftmals sehr gut ausgebildet, ihre Ausbildung wird aber nicht anerkannt. Das zwingt MigrantInnen oft dazu, sehr schlecht bezahlter Arbeit nachzugehen und mehrere Jobs parallel zu verrichten, um über die Runden zu kommen.

Gleiche Rechte statt Abschiebeterror!

Die Regierung verschärft das Fremdenrecht, die FPÖ hetzt gegen Migrantinnen und Migranten. Das vergiftet das gesellschaftliche Klima, lenkt von wirklichen sozialen Problemen ab und zerstört das Leben von Menschen. Alle, die in Österreich leben, sollen auch hier arbeiten und wählen dürfen. Die Abschiebungen, von denen wir fast täglich hören, müssen sofort gestoppt werden!

Gehen wir gemeinsam auf die Straße gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie!

Deshalb komm am 30. April zum Fackelzug gegen Rassismus!

Treffpunkt: 20 Uhr, Oper

Zudem treten bei der Abschlußveranstaltung am Rathausplatz diesmal Milk & Sugar auf.

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Rote Falken Wien
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