Heli mit Hanteln

Stark für Gerechtigkeit - Stark gegen Armut

In Österreich leben 78.000 Millionär*innen, gleichzeitig sind über 1.200.000 Menschen armutsgefährdet. Davon sind 234.000 Kinder und Jugendliche. Ist diese Verteilung fair und gerecht entstanden, weil manche vielleicht mehr leisten als andere? Nein!

Ein Blick auf die Reichsten der Reichen, zeigt: Von den acht reichsten Österreicher*innen haben die Hälfte geerbt. Diese Menschen kamen also dadurch zu ihrem Besitz, indem sie von den „richtigen“ Eltern geboren wurden.

Durch Zinsen und steuerschonendes Anlegen wird ihr Geld von alleine immer mehr. Wer arbeiten geht, dessen Lohn steigt jedoch nur ganz wenig. Das führt dazu, dass die Reichen immer reicher werden, während sich alle anderen immer weniger leisten können. Besonders schlimm ist die Situation für Menschen, die von ihrem Job nicht mehr leben können. Sogenannte „working poor“ müssen mehrere Jobs annehmen oder leben trotz Arbeit unter der Armutsgrenze.

Und während es Menschen gibt, die reicher und reicher werden, schämen sich anderswo Kinder, weil sie nicht mit Eis essen gehen oder auf den Schulausflug mitfahren können – an einen Skikurs ist für die meisten gar nicht zu denken.

Doch nicht nur Geld wird auf dieser Welt vererbt, auch Bildung. Wer in Österreich als Kind von Ärzt*innen oder Anwält*innen geboren wird hat viel höhere Chancen, später Matura zu machen, als wenn die Eltern Maurer*innen oder Friseur*innen sind. Das ist kein Zufall: Wer sich Nachhilfe leisten kann, wem die Eltern bei den Hausaufgaben helfen können, wer in Privatschulen mit speziellen pädagogischen Konzepten gehen kann, all das hat nichts mit den eigentlichen Talenten zu tun, sondern nur damit, welche Eltern man hat. Und wie wir alle wissen, können wir uns die nicht aussuchen. Ist es dann gerecht, dass genau diese Tatsache entscheidet, wie erfolgreich die Schullaufbahn gestaltet wird? Wir finden nicht.

Die gesellschaftliche Verantwortung für Gerechtigkeit ist eine politische Verantwortung. Sie darf  nicht in Vereine ausgelagert werden, wo Armutsbekämpfung zur Fürsorge wird und eine demokratische Kontrolle nicht mehr gegeben ist. Eine Gesellschaft wie unsere darf ihre Augen nicht vor Ungerechtigkeiten verschließen, sondern muss aktiv dagegen auftreten.

In einer Demokratie reicht es nicht, wenn alle formal die gleichen Rechte haben. Es muss daran gearbeitet werden, dass alle auch real die gleichen Möglichkeiten haben. Wir wollen Menschen dazu befähigen, dass sie am politischen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Gerechtigkeit bringt nicht nur „armen“ Menschen etwas – sie bringt uns allen etwas. Studien zeigen, dass Menschen besonders glücklich sind, wenn es in ihrer Gesellschaft gerecht zugeht.

Eine gerechte Welt wird nicht von selbst entstehen. Wir müssen an ihr arbeiten und machen uns stark für:

  • eine gemeinsame Schule aller Kinder bis 14 Jahre und einem flächendeckend Angebot an Ganztagsschulen
  • die Vergesellschaftung von wesentlichen Gütern wie Strom, Wasser, Verkehr und Wohnen
  • die Besteuerung von Vermögen
  • politischer Bildung in allen Schulstufen

Hier gibt es die Armuts-Hantel zum Download

Hier gibt es die Gerechtigkeits-Hantel zum Download

Hier gibt es den "Laut für Gerechtigkeit"-Folder zum Download

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