Münzen

650 LehrerInnen weniger für Sprachförderung und Integration

„Zum Schulbeginn wird deutlich wie verpfuscht die Neuregelung zur Sprachförderung in der Schule ist. Nicht nur, dass mit den Deutschförderklassen über die Köpfe der Betroffenen hinweg ein Konzept umgesetzt wurde, das in erster Linie desintegrativ wirkt und mit Sicherheit nicht zu einem schnelleren und besseren Spracherwerb führt – es ist auch nicht ordentlich finanziert. Insgesamt werden zig Millionen für die Sprachförderung gekürzt. Das ist bildungspolitisch fatal“, erklärt Christian Oxonitsch, Bundesvorsitzender der Kinderfreunde.

Die Kinderfreunde rechnen vor: „Bisher gab es 850 LehrerInnenposten, die für Sprachförderung zur Verfügung standen. Mit dem ersatzlosen Streichen des Integrationstopfes werden 408 LehrerInnen einfach eingespart. Dazu kommen noch 250 IntegrationslehrerInnen, die durch die Kürzungen der Regierung um ihren Job gebracht werden. Und mit Ende des laufenden Schuljahres fallen noch 85 Dienstposten zur psychosozialen Unterstützung weg“, so Oxonitsch. „Dass die Regierung, die ohne Unterbrechung Integrationsprobleme herbeiredet, die Mittel für Sprachförderung und Integration in den Schulen so massiv kürzt, spricht für sich. Das Interesse an wirksamer Integrationsarbeit von Anfang an scheint enden wollend.“

 „All diese Kürzungen wirken sich ganz direkt auf die Lebensrealität von Kindern aus. Sie bewirken, dass Kinder schlechter lernen können, weil sie in Klassen bis zu 25 Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache unterrichtet werden, statt wie bisher in kleinen Gruppen. Sie bewirken, dass Kinder, die jede Unterstützung brauchen, keine sozialarbeiterischen Angebote in der Schule mehr erhalten. Sie bewirken, dass Schule schlechter und nicht besser wird. Der Bildungsminister wäre gut beraten, diese Kürzungen schnellstmöglich wieder zurück zu nehmen.“

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