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"Pakt für Kinder" vorgestellt

Der Ostarrichi-Saal im NÖ Landhaus war Schauplatz eines Symposiums anlässlich 30 Jahre Kinderrechte. Auf Einladung von NÖ Kinder- und Jugendhilfelandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig diskutierten Vertreter*innen der Volkshilfe, der NÖ Gebietskrankenkasse, der Caritas, des Netzwerkes der Kinderrechte Österreich, der NÖ Kinder- und Jugendanwaltschaft, der Kinderfreunde, des Gemeindevertreterverbandes, des Roten Kreuzes sowie des Arbeiter-Samariter-Bundes inwieweit Kinderechte heutzutage in der Praxis gelebt werden.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit zwei Impulsreferaten. Unter dem Titel „Kinderrechte und Kinderarmut“ thematisierte zunächst Gottfried Schweiger vom Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg einerseits die Bedeutung von Kinderrechten in der modernen Gesellschaft und andererseits gab er einen aktuellen Situationsbericht über Kinderarmut in Österreich ab. Die Eckpunkte eines Modells zur Kindergrundsicherung legte Erich Fenninger von der Volkshilfe Österreich in seinem Vortrag dar. Im Anschluss daran wurden in zwei Expert*innenrunden konkrete Handlungsableitungen für eine bessere Zukunft von Kindern und Jugendlichen erörtert.

Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig unterstrich dabei, dass sich das Jubiläumsjahr der UN-Kinderrechtskonvention bestens eigne, um Kinderrechte nachhaltig in den Köpfen zu verankern. „Aktuell werden noch immer zu wenig Kinder bei Entscheidungen, die sie betreffen, berücksichtigt. Kinder müssen aber ernst genommen und respektiert werden“, sagte Königsberger-Ludwig. Außerdem wisse man aus Studien, so die Landesrätin, dass aus armen Kindern arme Erwachsene werden würden. Auch hätten sie schlechtere Bildungs- und Arbeitsmarktchancen und ihre Gesundheit entwickle sich anders. „Etwa 45.000 Kinder in Niederösterreich sind von Armut betroffen. Ihnen die gleichen Chancen zu ermöglichen, wie Kindern, die in Familien hineingeboren wurden, die nicht von Armut betroffen sind, ist unser Ziel“, betonte Königsberger-Ludwig entschlossen.

Zum Schluss der Veranstaltung wurden alle Teilnehmer*innen eingeladen, die Initiative „Ein Pakt für Kinder“ mit ihrer Unterschrift aktiv zu unterstützen. Gemeinsam soll ein optimaler Start ins Leben aller Kinder erreicht werden. Darüber hinaus möchte die Landesrätin in den nächsten Wochen und Monaten auch Gemeinden, Vereine, Organisationen, Einrichtungen etc. gewinnen, die einen Beitrag in dieser Sache leisten wollen. „Die besten Entwicklungsmöglichkeiten wird es erst dann geben, wenn jedes Kind die gleichen Rechte hat, den gleichen Schutz genießt und die gleichen Leistungen erhält – und das auf möglichst breiter Basis“, so Königsberger-Ludwig.

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Einige Bilder vom Symposium