Voller Plenarsaal bei Aufbruch_13

AUFBRUCH_13 - Wieder einmal unvergesslich

Knapp 500 Kinderfreund/innen aus ganz Österreich beim Festival nahmen am pädagogischen Festival der Kinderfreunde teil. Und wieder war Aufbruch die perfekte Kombination von spaßiger Vernetzungsveranstaltung und hochkarätigen Bildungsinputs.

Irgendwie ist es schon fast unheimlich: Alle drei Jahre gibt es eine Veranstaltung im Kinderfreunde-Kalender, die eine so enorme Energie entwickelt, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende mit einem Haufen Motivation und positiven Eindrücken im Gepäck nachhause fahren. Das nennt sich Aufbruch und fand von 12.-14. April in Salzburg statt.

Ein Tagungsprotokoll

Am Freitag um 17.00 ging es los: Ein riesiger Uni-Hörsaal, hunderte Kinderfreunde-Mitarbeiter/innen, der Salzburger Landeshauptfrau-Stellvertreter Walter Steidl, Bundesministerin Claudia Schmied, Bundesvorsitzender Christian Oxonitsch und Bundesgeschäftsführer Jürgen Wutzlhofer eröffnen die Veranstaltung. Große Wertschätzung für die Kinderfreunde, dass sich hohe Repräsentant/innen die Ehre gaben, zu den Teilnehmer/innen zu sprechen. Dann sprach Robert Misik, Autor und Systemkritiker. Sein Thema: Die Krise und seine Auswirkungen auf uns alle. Seine Kunst: Dieses Thema verständlich zu erklären ohne dabei zu langweilen. Direkt im Anschluss folgte eine Key-Note-Speech vom Migrationsforscher und Autor Mark Terkessidis aus Berlin. Anregungen zum Perspektivenwechsel: Wenn die Klassenzimmer die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln und die Lehrerzimmer nicht - Wer ist dann eigentlich die Parallelgesellschaft? 

Nach einer Essenspause stand die Podiumsdiskussion mit den Hauptredner/innen auf dem Programm. Dazu stieß Renate Winter, Richterin und Mitglied im UN-Kinderrechteausschuss und gab einen dunkelgrauen Einblick in das Thema Kinderrechte weltweit. Susanne Pollinger von den Kinderfreunden OÖ moderierte mit Bravour, Terkessidis und Misik diskutierten leidenschaftlich über Turbokapitalismus. Christian Oxonitsch spannte den Bogen von der Schlechtheit der Welt zum Auftrag der Kinderfreunde. Danach wurde es informell, gemeinsam wurde gefeiert, geplaudert, getanzt und gesungen - weil solche Treffen einfach Spaß machen.

Keine Macht dem "Ist-halt-so"

Den nächsten Tag eröffnete Renate Winter. Starker Tobak, ihre Ansprache - Kinder sind weltweit die unterprivilegiertesten Mitglieder der Gesellschaften. Winter machte es deutlich und spürbar. Ein weiterer Auftrag. Die Teilnehmer/innen mussten gleich darauf in die Workshops, von denen gab es über 50: Von Lesepädagogik bis kreativer Arbeit mit Kindern, von Experimenten bis zu Sexualpädagogik von Vereinsrecht bis Veranstaltungsmanagement. Am gleichen Abend noch kamen alle Teilnehmer/innen erneut zusammen. Romy Grasgruber von SOS Mitmensch erklärte aus eigener Erfahrung, was Engagement bewirken kann. Wie eine schlechte Welt mit kleinen Schritten besser gemacht werden kann. Unser Bundesvorsitzender Christian Oxonitsch schloss nahtlos an und stellte die Kampagne der Kinderfreunde vor: "Verändern wir die Welt - Alle zusammen, Schritt für Schritt" ist die logische Folge aus allen voran gegangenen Vorträgen: Die Welt ist schlecht und wir haben die Idee einer viel besseren. Es hindert uns ein Monster und seine Gehilfen "Ist-halt-so", "Muss-so-sein", "Kauf-halt-was" und wie sie alle heißen. Doch wir sind viele, wir haben einen Plan, wir können die Welt verändern: Tun wir es!

Engagement & Rock'n'Roll

Mit großer Motivation und vollbepackt mit guten Ideen endete der Tag mit einem sensationell lustigen und legendären Konzert von Christoph und Lollo, die Bandbreite ihrer Lieder reichte dabei von der Gesichtsbehaarung slowenischer Skispringer über Globalisierungskritik bis hin zu Mutmaßungen über den Inhaftierungszeitpunkt eines ehemaligen Finanzministers. Getanzt wurde zwar wenig, dafür umso mehr gelacht und mitgesungen. Nach einem weiteren langen Abend mit interessanten Gesprächen und viel informellem Austausch gab es auch am Sonntag noch Workshops für alle pädagogischen Bereiche der Kinderfreunde und Roten Falken und zum Abschluss der Veranstaltung einen großen gemeinsamen Abschlusskreis. Was bleibt, ist die Erinnerung an eine wunderbare Veranstaltung, hunderte Rucksäcke voller Motivation und guter Ideen sowie ein würdiger Auftakt für eine weltverändernde Kampagne. Viel mehr kann ein Wochenende nicht bieten. Hier unsere Versuche, das alles mit einer Kamera einzufangen. Und noch ein Aufruf an alle, die dabei waren: Wir freuen uns über euer Feedback!

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AUFBRUCH_13

Bildergalerie der Aufbruch-Tagung 2013

 


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